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Frank-Walter Steinmeier in der Weihnachtsansprache 2018: „Wir müssen wieder lernen zu streiten, ohne Schaum vorm Mund, und lernen unsere Unterschiede auszuhalten. (…) Unsere Demokratie ist immer so stark, wie wir sie machen. Sie baut drauf aus, dass wir unsere Meinung sagen, für unsere Interessen streiten. Und sie setzt uns der ständigen Gefahr aus, dass auch der andere mal recht haben könnte.“ 

Für unsere Meinung zu "streiten", sie der Prüfung durch andere auszusetzen  - diesem Motto fühlen wir uns am OHG verpflichtet. Deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt durch gemeinsame Gespräche, offenen Austausch und lebendige Debatten die "Streitkultur" zu fördern. Ihr seid eingeladen, mit uns und anderen zu streiten.

Folgende Elemente fanden im Schuljahr 2019/2020 statt:

  • Jugend-debattiert-Schulwettbewerb (Jugend debattiert)
  • Podiumsdiskussion mit Politikern (siehe unten)
  • Gesprächsrunde von Schulleitung und Schülersprechern (siehe unten)

Plakat aus dem Schuljahr 2019/2020:

Lasst uns streiten

 Lasst uns streiten Unterteil

 

 

 

Podiumsdiskussion am OHG mit Lokalpolitikern am 29.1.2020

Wie soll die Schule in 50 Jahren aussehen? Welche Maßnahmen muss man für den Klimaschutz treffen und wie ist mit den Folgen umzugehen? Die diesjährige Podiumsdiskussion, die am 29. Januar stattfand, behandelte genau diese Themen, die von einem aus Schülern bestehenden Organisationsteam erarbeitet worden waren. Eingeladen waren Vertreter der Parteien CDU, SPD, Grüne, AfD, FDP und der Linken. Geleitet wurde die Podiumsdiskussion von Florian Stupp und Fin Wolschke, zwei Schülern der 10. Klasse.

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Nach einer Vorstellungsrunde wurde der Einstieg in die Diskussion mit der Frage, ob die Politiker das Klassenzimmer der Zukunft mit Tablets oder Tafeln ausstatten würden, eingeleitet.

Nach der Frage des Lehrermangels diskutierten die Politiker, ob der Inhalt des Unterrichts zukunftsfähiger ausgerichtet werden müsste. Große Meinungsunterschiede waren hier zu erkennen – wo Pascal Panse (CDU) stark die Chancen von Tablets für den Unterricht hervorhob, betonte Florian Wahl (SPD) die nach wie vor zentrale Bedeutung von Lehrkräften für den Lernerfolg und gelingenden Unterricht.

Insgesamt diskutierten die Politiker rund eine Stunde zum Thema Bildung der Zukunft. Anschließend leitete die Moderation den Themenblock Klima ein, indem sie den AfD-Politiker mit dem Bestreiten des menschengemachten Klimawandels in ihrem Wahlprogramm konfrontierte. Dem Argument, dass sich 97% der Wissenschaftler einig sind, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt, entgegnete Klaus-Günther Voigtmann von der AfD, dass Klimaentscheidungen nicht nach Mehrheit bestimmt werden sollten. Tim Göhner von den Grünen konterte, dass die Wissenschaft sich aber noch nie so einig gewesen und dass es daher von Wichtigkeit sei, CO2 einzusparen und aus der Kohleindustrie auszusteigen. Die Diskussion wurde auch von hitzigen Debatten durchzogen. Ein starker Kontrast bildete sich bei den Positionen der Linken und SPD zum Thema, wie einschränkend Klimapolitik im Alltag sein sollte. Gitte Hutter von den Linken vertrat die Ansicht, dass jeder Bürger als Individuum Maßnahmen ergreifen und bei sich selbst anfangen solle. Dahingegen argumentierte Florian Wahl (SPD), dass die Entscheidungsfreiheit der Bürger nicht eingeschränkt werden sollte, es aber dennoch gesetzliche Veränderungen in Form von Steuern geben sollte, z.B. bezüglich der Flugkosten. Der FDP-Vertreter Roland Fink warf dem Voigtmann (AfD) vor, nicht die gleichen Ansichten zu vertreten, die die Partei im Bundestag verbreite, da er keinen festen Standpunkt hinsichtlich der Klimapolitik seiner Partei habe.

Insgesamt führten einige Politiker ihre Argumente sehr lange aus und kamen so leicht vom Thema ab, weswegen sie von der Moderation unterbrochen werden mussten. Schlussendlich war die Podiumsdiskussion sehr lebhaft und spannend und hat bei vielen Schülern Eindruck hinterlassen. Wir freuen uns schon auf die nächste Podiumsdiskussion am OHG, die in einem Jahr stattfinden wird – das in diesem Schuljahr zum zweiten Mal durchgeführte Format hat sich bewährt!

Jenny Walsh (10a) und Yllka Hyseni (10c)

 

Gesprächsrunde von Schulleitung und Schülersprechern am 3.2.2020

Am Montag, den 3. Februar, fand unter dem Aspekt „Lasst uns streiten - Das OHG debattiert" ein angeregter Meinungsaustausch zwischen den Schülersprechern und der Schulleitung statt.

Dieser Meinungs- und Informationsaustausch zwischen Schulleitung und SMV findet in regelmäßigen Abständen statt, jedoch ohne das Beisein der Klassen- und Kurssprecher, anders dieses Mal. Unter den Augen der Schüler/-innen der SMV fand der Meinungsaustausch statt und den Schüler/-innen wurde damit die Möglichkeit geboten, sich mit ihren Fragen, Wünschen und Anliegen auch direkt an die Schulleitung zu wenden. Während des Gespräches wurden von Seiten der SMV insbesondere Themen wie die aktuelle Situation im Schulhaus, das Projekt Schule als Staat und das 50 Jährige OHG Jubiläum im Schuljahr 2020/21 angesprochen. Frau Bermanseder brachte dabei in die Runde auch Informationen bezüglich der Umbaumaßnahmen und des Jubiläums ein. Zum Ende des Austausches war es den Schülern dann noch möglich, ihre Fragen zu äußern und auch das Thema SOL (selbstorganisiertes Lernen) fand in der breiten Runde Anklang und sorgte für einen angeregten Austausch.

Insgesamt war die Gesprächsrunde sehr aufschlussreich und bot den Klassen- und Kurssprechern die Möglichkeit, den regelmäßigen Treffen zwischen der SMV und der Schulleitung beizuwohnen. Darüber hinaus war die Veranstaltung der Idee zugeordnet „Lasst uns streiten - Das OHG debattiert", um an unserer Schule die Debattenkultur zu fördern.

Florian Stupp (10a)

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