Seit dem Schuljahr 2018/2019  gibt es am Otto-Hahn-Gymnasium Böblingen eine Akademie für die besten Schülerinnen und Schüler eines jeden Jahrgangs. Ziel dieser Akademie ist es, den besonders begabten Jugendlichen ein exklusives und spannendes Zusatzangebot zu machen. OHG Akademie Logo

„Wir wollen sie über den Unterricht hinaus fordern und ihnen auf diesem Weg auch Wertschätzung für ihre besonderen Leistungen entgegenbringen,“ sagt die Schulleiterin, Stefanie Bermanseder, und teilt weiter mit: „Drei- bis viermal im Schuljahr wollen wir mit unseren 20 Akademiekindern über den eigentlichen Schulalltag hinausschauen. Wir wollen Unternehmen, Universitäten, Museen besuchen oder interessante Gesprächspartner an die Schule einladen.“

Die Schülerinnen und Schüler sind in die inhaltlichen Planungen einbezogen. In regelmäßigen Abständen finden Akademiesitzungen statt, in dem die nächsten Programmpunkte gemeinsam vereinbart werden. „Wir wollen ja ein passgenaues Angebot für unsere Schülerinnen und Schüler machen, deshalb ist uns ihre Meinung besonders wichtig“ meint Joachim Lerchenmüller, Deutsch- und Geschichtslehrer am OHG, der diese Idee tatkräftig unterstützt. „Wir wollen etwas Besonderes anbieten, etwas, das man als Schüler im normalen Schulbetrieb nicht erlebt“, so Lerchenmüller.

Besuch der Universität Stuttgart: Insitut für Luft- und Raumfahrtechnik

Luft und RaumfahrttechnikAkademie

Am Montag, dem 04. Dezember 2023, sind wir, die OHG-Akademie, zusammen mit Herrn Müsegades zum Institut Luft- und Raumfahrttechnik der Universität Stuttgart gefahren.

Zunächst bekamen wir eine kurze allgemeine Einführung über die Universität und deren Fakultäten. Im Anschluss haben uns drei Doktoranten Einblicke in verschiedene Themen gegeben. Das erste Thema behandelte Systeme im Weltraum ohne Verschleiß, also keine mechanischen. Dazu durften wir auch mit Ferrofluid experimentieren. Danach ging es um Rover. Das sind „Satelliten auf Rädern“, die mittels Laserstrahlen kartieren und Proben von Gesteinen auf anderen Planeten nehmen können. Zudem wurde uns erklärt, wie Rover auf Planeten gebracht werden (Start, Transfer und Landung). Wir durften sogar einen kleinen Rover steuern, der auch auf Mission geschickt werden wird. Zuletzt wurden uns im All schwebende Satelliten gezeigt und wir haben etwas über ihre Komponenten wie Power, Solarpanele, ACS, Steuerungscomputer, Sender usw. gelernt. Zusätzlich konnten wir noch den Kontrollraum für die Satelliten besichtigen und bei einem Überflug dabei sein.

Dieser Ausflug war etwas ganz anderes und wir freuen uns, bei der OHG-Akademie solche Exkursionen erleben zu dürfen, wobei wir immer sehr viel Neues und Interessantes lernen.

Finn und Nils Höckle und Lukas Schanz (8c)

Besuch des Linden-Museums in Stuttgart

Lindenmuseum2023

Am Freitag, dem 07. Juli 2023, haben wir mit einigen Schülern der OHG-Akademie und Herrn Müsegades das Lindenmuseum in Stuttgart besucht. Das ist ein staatliches, ethnologisches (völkerkundliches) Museum, das 1911 vom Grafen von Linden gegründet wurde.

Wir trafen uns um 9:15 Uhr im Foyer vom OHG und fuhren dann gemeinsam mit Bus und Bahn zum Museum. Unsere Gruppe bekam eine Führung von Florian Stifel in der Afrika-Abteilung zum Thema „Raubkunst und koloniales Erbe“. Dort sind über 60.000 Objekte aus der damaligen Zeit zu sehen. Britische Soldaten hatten 1897 die meisten Ausstellungsstücke aus dem Königreich Benin vom dortigen König gestohlen. Über Umwege kamen die Objekte in den Besitz des Lindenmuseums, unter anderem angekauft von der Familie Knorr. Einige Objekte wurden zum Teil auch wieder an die ursprünglichen Länder, vor allem Nigeria, zurückgegeben.

Danach hatten wir noch etwas Zeit, uns das Museum auf eigene Faust anzuschauen. Wir durften z.B. Masken aus Holz aufsetzen, sahen den nachgebauten Eingang eines Königspalastes, Halsketten, hergestellt aus der Schale eines Straußeneis, und noch vieles mehr.

Außerdem besuchten wir noch die Ausstellungen über den Islam, Asien und Ozeanien.

Die Zeit war viel zu schnell vorbei und wir alle waren uns einig, dass es ein sehr informativer und interessanter Vormittag war.

Finn und Nils Höckle (7c)

Besuch einer Geschichtsvorlesung in Tübingen im Februar 2023

Akademie169

Wer hat schon während der Schulzeit die Möglichkeit, eine Geschichtsvorlesung an einer richtigen Universität zu besuchen? Diese einmalige Chance ergriffen nun am 07.02.2023 einige SchülerInnen der OHG-Akademie.

Gegen 11 Uhr begab sich die Schülergruppe in Begleitung von Herrn Müsegades und Frau Bermanseder nach Tübingen. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Innenstadt, trafen sie sich um 12.30 Uhr im Café Unckel mit Daniel, einem Studenten aus Tübingen, der ihren Besuch zuvor organisiert hatte. Im beliebten Studentencafé genossen die SchülerInnen ein gemeinsames Mittagsessen, wobei Daniel über das Studentenleben in Tübingen berichtete. Die Schüler*innen hatten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit, dem offenen Studenten viele Fragen zu stellen.

Wie im echten Studentenleben war es anschließend wichtig, pünktlich zur Vorlesung zu erscheinen. Somit machte sich die Gruppe auf den Weg zur Geschichtsfakultät, in der sie vom Prof. Dr. Franz Brendle persönlich begrüßt wurden. Das Thema, dem sich die Vorlesung widmete, war der Paussauer Vertrag und Augsburger Religionsfriede. Die SchülerInnen schenkten dem Professor, von dessen Sachkenntnis sie zu tiefst beeindruckt waren, viel Aufmerksamkeit. Diese Fachkenntnis zeigte sich außerdem im Literaturverzeichnis, dass drei seiner selbstverfassten Bücher beinhaltete. Für die Studenten war diese Vorlesung ebenfalls von Bedeutung, da sie das Ende des Semesters markierte.

Nach einer lehrreichen Exkursion bedankte und verabschiedete sich die OHG-Akademie bei Daniel und trat am späten Nachmittag den Rückweg an.

Hanna Rehorsch (J1), Lorna Schmidt (J1)

 

Exkursion ins Museum der Illusionen 2022

Nicht alles, das wahrgenommen wird, ist auch Realität. Dies zeigt das Museum der Illusionen in Stuttgart eindrücklich auf. Hinter jeder Ecke warten neue Überraschungen und optische Täuschungen, die die Sinneswahrnehmungen in die Irre führen. Man meint seinen Augen nicht trauen zu können, wenn ein Punkt, der in Wahrheit grün ist, plötzlich rot erscheint. Man meint den Gleichgewichtssinn zu verlieren, wenn man einen Durchgang passiert, bei dem sich zwar nicht der Boden, aber die Wände drehen oder man meint, kein Augenmaß zu haben, wenn man in einem Raum je nach Standpunkt größer oder kleiner wirkt.

Genau diese Erfahrungen durften Schüler des OHG beim Akademie Ausflug am Freitag den 24.06 machen. Der Ausflug startete um 9.00 Uhr vor der Mensa des OHG, bevor es dann gemeinsam nach Stuttgart ging. Eine Stunde war anschließend Zeit, die verschiedenen Täuschungen des Museums zu erkunden. Anschließend wurde noch ein kurzer Abstecher in die Stadtbibliothek und in ein Eiscafe unternommen, bevor es dann zurück zum OHG ging. Insgesamt war es wieder einmal ein sehr gelungener Ausflug, der die Grenzen und Beeinflussbarkeit der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit auf bemerkenswerte Art und Weise vor Augen führte.

Deswegen ist es immer wichtig, erste Eindrücke kritisch zu hinterfragen. Manches erschließt sich erst bei genauem Hinsehen.

Samuel Dollmann (J1)

Joomla Gallery makes it better. Balbooa.com

 

Exkursion „ Architektur heute und morgen“

Wer denkt schon, dass man mit dem Bau eines Iglus einen wichtigen Schein für sein Studium erwerben kann? Dieses und noch viel mehr haben wir Schülerinnen und Schüler der OHG-Akademie beim Besuch des Instituts für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart am 29.1.2020 erfahren. 

OHG Akademie 16 9

Etwa 20 Schülerinnen und Schüler der OHG-Akademie lernten dort viel über Architektur und das Architekturstudium. Der Institutleiter für Baustoffe und Bauphysik Prof. Dipl.-Ing. Peter Schürmann führte uns persönlich durch das Institut und ermöglichte und so einen umfassenden Einblick. Bersonders eindrücklich war hier, dass im Architekturstudium nicht nur mit dem Computer gearbeitet, sondern auch viel Wert auf handwerkliche Arbeit gelegt wird. 

Während der Führung sahen wir viele verschiedene Stadt- und Gebäudemodelle, die Archtekturstudierende und Professorinnen und Professoren aus Holz gebaut hatten. So betrachteten wir z.B. ein interessantes Modell eines Hochhauses mit Turbinen, die die Aufwinder zur Energieumwandlung nutzen sollen.

Danach durften wir bei einer Präsentation von drei Studierenden zuhören. Sie hatten den Baustoff Lehm aus verschiedenen Ländern besorgt und untersucht. So haben sie den Lehm z.B. in Wasser eingeweicht, um die Bestandteile des Lehems zu untersuchen. Außerdem haben sie die Tragkraft des getrockneten Lehms getestet.Ihre Versuche haben sie vorgeführt oder anhand von Fotos erklärt. 

Außerdem durften wir uns eine Werkstatt ansehen. Dort arbeiteten gerade Studierende an Modellen. Uns hat besonders die riesige Säge in der Werkstatt beeindruckt.

In einer kleinen Präsentation berichtete Professor Schürmann uns noch über einige Projekte von und für Studierende. Ein solches Projekt ist der Bau von Iglus. Dabei wird den Studierenden spielerisch die Bauphysik nähergebracht. Wir erfuhren, dass Iglus durch ihre halbkugelförmige Bauweise und die damit verbundene geringe Oberfläche eine äußerst effiziente Wärmbilanz aufweisen, da so wenig Wärme nach außen abgegeben wird. Auch der enge Eingang ins Iglus ist optimiert, da es hier eine zusätzliche kleine Kammer für die Hunder des Eskimos gibt, wodurch die Luft dort schon vorgewärmt wird. 

Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir zurück nach Böblingen. Vielleicht wird jemand von uns ja tatsächlich später einmal Architektur studieren.

Caroline Niewa (Klasse 9)

 

OHG-Akademie besucht die Universität Tübingen

Schon mit den ersten beiden Exkursionen nach Tübingen konnte dieser Anspruch eingelöst werden. Die jüngeren Akademiemitglieder bis Klasse 9 durften am 18. Januar hinter die Kulissen des Archäologischen Instituts der Universität Tübingen schauen. Nachdem sie vom Kustos der Antikensammlung, Dr. Alexander Heinemann, im Hörsaal auf dem Schloss Hohentübingen begrüßt wurden, ging es ins sogenannte Magazin der Tübinger Archäologen. „Hier kommen normalerweise keine Besucher rein“, so Heinemann, nur Mitarbeiter und Studenten haben hier Zutritt.“

Besuch beim archäologischen Institut im Tübinger Schloss

Und an diesem Tag auch OHG Schüler, die sogar antike Gefäße und Grabbeigaben in die Hände nehmen durften, um den wissenschaftlichen Blick des Archäologen auf diese Fundstücke besser nachvollziehen zu können. Woraus sind die Exponate gemacht? Wie sind sie verziert? Welche Informationen geben sie uns über die Menschen, die sie benutzten? Auf einmal waren lauter junge Geschichtsdetektive im Raum, die sich von der Begeisterung Alexander Heinemanns anstecken ließen.

Und ganz nebenbei konnten sie noch einem der renommiertesten Archäologen Deutschlands bei der Arbeit über die Schulter schauen, denn an diesem Morgen arbeitete auch Prof. Dr. Thomas Schäfer im Magazin und gab den Jugendlichen gerne Auskunft über seine aktuelle Arbeit und die Entdeckung, die er und sein Team nur Stunden zuvor gemacht hatten!

Die älteren Akademiemitglieder besuchten am 25. Januar ebenfalls die Universitätsstadt, jedoch waren ihr Ziel die Naturwissenschaften auf der Morgenstelle, genauer das „Interfakultäre Institut für Biochemie“, kurz IFIB. Hier werden alle Dimensionen der modernen biochemischen Forschung von Atomen über Moleküle und Zellen bis hin zu Organismen abgedeckt. Prof. Dr. Thorsten Stafforst nahm sich persönlich Zeit für die Schülerinnen und Schüler, erklärte sein Forschungsfeld und führte die Oberstufenschüler in die Tiefen seiner biochemischen Forschung ein. „Neben fachlicher Expertise muss man als Wissenschaftler auch Neugier, Durchhaltevermögen und Geduld mitbringen,“ so Stafforst, „außerdem muss man auch Niederlagen einstecken können, denn Forschen ist ergebnisoffen.“

Spannend war auch, im Anschluss an das Gespräch mit dem Professor die Labore zu besichtigen und dort einen Blick durch das Hochleistungsmikroskop zu werfen. Dass es den „Großen“ Akademie-Schülern auch schon sehr konkret um die Zeit nach der Schule geht, war ihren Gesprächen mit den Doktoranden und Mitarbeitern anzumerken. „Das war ein total informativer Vormittag. Diese Exkursion hat uns auch bei der Studien- und Berufswahl sehr geholfen“, so die einhellige Meinung aller Exkursionsteilnehmer bei der abschließenden Kaffeerunde, „es ist toll, dass uns das OHG so eine einmalige Chance bietet.“