Theater Literatur 21

Eigentlich hätte das Stück des Theaterkurses J2 eine Bearbeitung von Shakespeares Macbeth sein sollen. So zumindest wollte es die Kurslehrerin…

Geblieben sind von der ursprünglichen Tragödie nur die Hexen. Sie bringen mit ihren Einflüsterungen das Schlimmste in Macbeths Charakter zum Vorschein und in der Folge Unheil über das ganze Land.

Sind die Hexen immer noch unter uns? Was richten sie heutzutage an? Wo verbergen sie sich? Und wer sind die Hexen überhaupt?

Diesen Fragen gingen die SchülerInnen des J2-Kurses Literatur und Theater in ihrer Abschlussarbeit nach. In drei Szenen inszenierten sie auf beeindruckende Weise die aktuellen Themen Geschlechterrollen, die Auswirkungen von social media und die Gefahren von Populismus und Abbau von Vielfalt, Demokratie und Freiheit.

Besonders überzeugte die Aufführung am  02.07.21 in der OHG-Halle durch den gelungenen Einsatz der verschiedensten theatralen Mittel. Anstelle von Sprechtheater setzte der Kurs zum Beispiel auf Bewegung und Körpersprache, auf Maskentheater, Verfremdungseffekte und Gromolo (Theater-Kunstsprache).

Die herausragenden schauspielerischen Leistungen sorgten beim Publikum für Gänsehaut und wurden mit lang anhaltendem Beifall belohnt.

Heike Rathmann

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