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Erfolgreich bei der European Code League

Wie können wir digitale Werkzeuge nutzen, um unsere Umwelt zu erforschen und zu schützen? So lautet die Fragestellung der Kategorie Environment 4.0 der European Code League, einem europäischen MINT Wettbewerb rund um das Thema Coding.

Bei dem Wettbewerb, der Teilnehmer aus ganz Europa hat, geht es darum, innovativ Coding Projekte einer Fachjury zu präsentieren. Der Wettbewerb gliedert sich dabei in drei Kategorien: Fundamental Science in 1's and 0's, Microcontrolling the World und Environment 4.0. Die Art der Arbeit kann dabei verschieden sein, es können Apps entwickelt, Simulationen durchgeführt künstliche Intelligenz zur Lösung eines Problems eingesetzt werden. Die eingehenden Projekte der drei Kategorien werden dann von einer Jury bestehend aus Fachexperten nach den Kriterien Qualität, Relevanz des Themas, Kreativität und der Präsentation des Projektes bewertet. Die Jury trifft dabei eine Auswahl der 10 besten Projekte aus allen Kategorien und diese präsenteren ihr Projekt der Jury in einem englischsprachigen Interview.

Mit der Teilnahme am Wettbewerb in der Kategorie Environment 4.0 habe ich, Florian Stupp, mich damit beschäftigt, wie wir in unserem Alltag digitale Werkzeuge zum Schutz unserer Umwelt nutzen können. Mir war es dabei wichtig den Umweltschutz auf einer sehr niedrigen Ebene, bei uns persönlich im Alltag anzugehen. Auf die Frage, wo sich hierbei Optimierungspotential zeigt, lässt sich mit dem Bereich Ernährung und Konsum antworten. Bei den Lebensmitteln und Gütern, die wir täglich einkaufen, achten wir meist kaum darauf, welchen Fußabdruck sie auf unserem Planeten hinterlassen und welche Belastung sie für die Umwelt bedeuten. Selbst wenn wir darauf achten wollen, ist es sehr schwer, da detaillierte Informationen fehlen. An diesem Punkt setzt mein Projekt in Form einer mobile App an: Sie bietet die Möglichkeit unser Konsumverhalten hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks zu überwachen. Dazu können mit der App beim Einkaufen die Barcodes von Produkten gescannt werden und die App gibt die Menge an CO2 und Virtuellem Wasser an, das für die Herstellung und den Transport des Produktes in die Atmosphäre eingebracht bzw. verbraucht wurde. Dabei gestaltet sich die Nutzung als sehr einfach, da es nur den Barcode des Produktes zu scannen gilt und die verknüpften Informationen angezeigt werden. Dabei werden die Produkte, die während eines Einkaufes gescannt werden, in einer Liste gespeichert und die Summe des verbrauchten virtuellen Wassers und der Menge an CO2 addiert. Damit können die Werte eines Einkaufes gespeichert werden und in einer Übersicht zusammen mit allen vergangenen Einkäufen betrachtet werden. Dies bietet die Möglichkeit einen Überblick über das eigene Konsumverhalten zu erlangen. Außerdem können beim Einkauf Produkte mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck gewählt werden, da die Informationen über Produkte leicht zugänglich sind und das Vergleichen mit der App leichtfällt. Bei der Betrachtung eines Supermarktes wird dabei schnell deutlich, wie viele Produkte es gibt und wie viele Daten damit benötigt werden. Diese liegen nicht alle vor, deshalb besteht die Möglichkeit, dass Nutzer Daten zu Produkten ergänzen, deren ökologischen Fußabdruck sie kennen. Damit profitiert die App von jedem Nutzer und die Datenmenge wächst ständig, sodass mehr und mehr Informationen zu Produkten zur Verfügung stehen.

Die Jury befand das Projekt mit dem Titel „Your environmental Foo(d)tprint“ für so gut, dass mein Projekt sich gegen 200 andere Einsendungen aus 15 Ländern durchgesetzt hat und ich es einer internationalen Fachjury im direkten Interview präsentieren durfte.

Im Finale am 28. Mai, welches virtuell mit den 10 besten Projekten aus ganz Europa stattfand, waren Teams aus 8 Ländern, unter anderem der Türkei, Rumänien, Ungarn und Kroatien, vertreten. Die virtuelle Veranstaltung bot die Möglichkeit die anderen Final-Projekte kennenzulernen.

Florian Stupp (J1)