Abischerzorginal

Am 9. Juli ging in 56 Fällen ein Schulleben zu Ende – auf feierliche Weise, indem am Abiball das Zeugnis verliehen wurde, auf das so lange hingearbeitet wurde. So unterschiedlich die 56 diesjährigen Abiturienten in ihrer Persönlichkeit sind, mit so verschiedenen Gefühlen wurde das Abschlusszeugnis entgegengenommen. Erleichterung dürfte jedoch in allen Fällen dabei gewesen sein sowie die Freude darüber, dass eine ungewöhnlich dichte Woche feierlich zu Ende ging, die wohl niemand der Beteiligten vergessen wird: Von Dienstag bis Donnerstag waren die mündlichen Abiturprüfungen, am Freitag der Abistreich und am Samstag der genannte Ball. Wie zu erwarten war, wurde die feinste Garderobe ausgeführt – und dies in einem durchaus besonderen Rahmen, denn der OHG-Abiball fand erstmals im Sensapolis statt: in einem weitläufigen Raum, in dem die Ballkleider und Anzüge umso mehr zur Geltung kommen konnten.

Den Gästen des Jahrgangs 2022 wurde allerlei geboten – unter tatkräftiger Mitwirkung der OHG-Lehrer. Diese wurden von den Abiturienten bei vielen Spielen und Aufgaben eingespannt – vom Erraten denkwürdiger Lehreraussprüche über Schokokusswettessen bis hin zum Rapwettbewerb. Ernste Momente gab es während der Rede von Frau Bermanseder, die der Zeugnisausgabe voranging und in der sie an die dunkle Gegenwart in Kriegszeiten erinnerte sowie einen weitverbreiteten Pessimismus unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Erschrecken beklagte. Der Blick auf den diesjährigen Abschlussjahrgang stimme sie jedoch optimistisch, angesichts der vielen begabten und motivierten Absolventinnen und Absolventen. Diesem treffenden Urteil ist nichts hinzuzufügen – welch schönes Lob für 56 Abgänge, die dem OHG fehlen werden!

Sebastian Barth

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