Ukraine16 9

...kann Vergangenheit sein.

„Ich habe den Krieg erwartet und doch hat er unerwartet begonnen.“ Mit einem Tagebucheintrag, der am Tag des Beginns des Krieges von einer Ukrainerin verfasst wurde und aus dieses Zitat entstammt, eröffnete Herr Barth am 6. April eine außergewöhnliche Veranstaltung in außergewöhnlichen Zeiten. Wir, die Jahrgangsstufen 1 und 2, hatten die Gelegenheit, nach Herrn Barths fesselnden Worten einen Experten der Universität Tübingen vom Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde begrüßen zu dürfen. Daniel Weinmann sprach in seinem ungefähr 45 Minuten dauernden, sehr informativem Vortrag über die Geschichte Russlands, der Ukraine und die Historie des Ukraine-Russland-Konflikts. Dabei ging es vor allem auch um die Entwicklung eines souveränen ukrainischen Nationalstaats aus der Kiewer Rus über die Sowjetunion bis zur heutigen Zeit und um die historischen Verknüpfungen zwischen Russland und der Ukraine.

Mit seinem Vortrag konnte Daniel Weinmann bereits einige Fragen zur Vorgeschichte des Krieges klären, dennoch wurden in den zweiten 45 Minuten der Veranstaltung, die der Diskussion gewidmet waren, einige Fragen auf. Beispielsweise ging es um die Entstehung einer Oligarchengruppe, die geopolitischen Konsequenzen des Krieges und auch die Rolle Chinas. Wir konnten hier definitiv von Daniel Weinmanns großem Wissen profitieren und es hat sich in dieser Veranstaltung ebenfalls gezeigt, wie relevant oftmals die Vergangenheit für die Gegenwart ist.

Samuel Dollmann (J1)