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Man kennt sie meist von Baustellen oder vom Hafen. Kräne sind unerlässlich für unser heutiges Leben. Der Bau dieser Erfindung, deren Ursprung im alten Griechenland liegt, erfordert jedoch sehr viel mehr als Haken und Seil. Eine ausgeklügelte Mechanik ist der Schlüssel des Kranes. Dieser Mechanik hat sich auch die Klasse 9a  in dem Fach NWT gewidmet.   

Freitag, 07:45 Uhr. Der Glockenton des OHG leitet den Unterricht und somit auch die NWT- Stunde von Herrn Hiller ein. Nach einer kurzen Besprechung der heutigen Themen stürmen die Schüler zu den Schränken, um ihre Kräne fertigzustellen. Heute sollen die Ergebnisse monatelanger Arbeit endlich ihren letzten Schliff bekommen. 100g sollen sie mindestens heben können. Eine Leichtigkeit für die aus Holz gefertigten Kräne.

Ein Rohkran – viele Ergebnisse: Eine große Besonderheit dieser Kräne ist die Individualität, die jeder von ihnen mit sich bringt. Grundgerüst der Kräne ist hierbei eine Vorlage, nach der die Schüler ihren Kran gestalten müssen. Die Individualität bringt die sogenannte Laufkatze ins Spiel. Sie ist das wohl komplizierteste Teil des Kranes und muss von jeder Gruppe allein konstruiert und angefertigt werden.

Viele, viele Extras: Neben den allgemeinen Kriterien wie Traglast und Standfestigkeit, ist auch die Unterbringung von „Extras“ von großer Bedeutung. Hierbei lassen sich die verschiedensten Ideen finden. „Es ist erstaunlich zu sehen, wie jeder Kran, trotz desselben Grundkonzepts andere Spezialitäten aufweist“ sagt Herr Hiller. Dieses Jahr wagte eine der Gruppen einen neuen Schritt: Die Motorisierung des Kranes. Statt Muskelkraft und Kurbel übernehmen hier zwei Elektromotoren die Steuerung des Kranes. „So etwas hatten wir noch nicht“, meint Herr Hiller. Sichtlich begeistert hängen die Schüler Gewichte an den Kran. 500 Gramm, 700 Gramm, 1 Kilo, und doch steht der Kran gerade – ganz ohne Gegengewicht. Zur Feier des Tages wird der Kran auf den Namen „Hagen“ getauft, benannt nach dem Wort Haken und dem Mathelehrer der Klasse Hagen Schaper. Eine Ehrung der ganz besonderen Art.

Handarbeit made in OHG: „Für wen der Kran den Eindruck erweckt, es stecke nicht viel Arbeit dahinter, der täuscht sich gewaltig!“, verkündet einer der Schüler und das nicht zu Unrecht. Zentimetergenaue Arbeit mit der sogenannten Deku-piersäge und der Standbohrmaschine ist hier gefragt. Und das Sprichwort „Holz verzeiht nichts“ macht sich hierbei alle Ehre. Eine Fehlbohrung, eine schiefe Kante beim Sägen und schon muss von vorne begonnen werden.

Steven Cardia (9a)