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„Zufällig genial“ – unter diesem Motto findet die 57. Wettbewerbsrunde des bundesweiten MINT-Schülerwettbewerbs Jugend forscht und Schüler experimentieren statt. Genial, das sind auch die sieben Teilnehmer vom OHG, die mit insgesamt sechs Projekten an dem Regionalwettbewerb Mittlerer Neckar am 17. und 18. Februar teilnahmen. Mit sechs Projekten von insgesamt 36 war das OHG die am stärksten vertretene Schule.

Dabei waren vier der sechs Projekte in der Kategorie Schüler experimentieren am Start. Diese Kategorie richtet sich an SchülerInnen von der 4. Klasse bis 14 Jahre. Aufgrund der Corona-Situation musste der Wettbewerb, wie bereits im letzten Jahr, online über die Plattform Alfaview ausgetragen werden. Zusätzlich bot sich die Möglichkeit des persönlichen Austauschs über die Plattform HyHyve. Wenngleich der persönliche Kontakt untereinander möglich war, so war es doch nicht dieselbe Stimmung wie in den vorigen Jahren gemeinsam in der Stadthalle das erarbeitete Projekt am eigenen Stand der Jury und den anderen Jungforschern zu präsentieren. 

Im Fachbereich Technik präsentierte Fabian Then aus der Klasse 7c sein Projekt „Intelligenter Bienenstock“ mit diesem „intelligenten Bienenstock möchte [er] zeigen, wie uns Technik beim Schutz der Bienen helfen kann“. Schon heute müssen Imker ihre Bienenvölker regelmäßig kontrollieren. Der intelligente Bienenstock bietet für die Imker die Möglichkeit einer noch engmaschigeren Überwachung, dank zahlreicher Sensoren können die Daten des Bienenstocks jederzeit über das Internet abgerufen werden. Die Technik-Jury zeigte sich sehr begeistert von Fabians Projekt, sodass seine herausragende Arbeit mit dem Regionalsieg in Technik belohnt wurde. Zudem erhält er einen Sonderpreis der Heise Medien.

Ebenfalls im Fachbereich Technik bei Schüler experimentieren präsentierten Tim Klotz und Sebastian Schlag aus der Klasse 9b einen Beamer, der aufs Wort hört. Was nach Science-Fiction klingt, haben die beiden realisiert. Die lästige Suche nach der Fernbedienung bleibt damit erspart, denn man kann mit dem Beamer nun einfach sprechen. Für ihre Arbeit erhalten sie den 3. Preis.

In seinem Projekt „Aufmerksamkeitstracker durch Brainwave“ im Fachbereich Biologie beschäftigte sich Asaad Amrouch aus der Klasse 6b mit der Frage, wie gut sich Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu Erwachsenen bei verschiedenen Aktivitäten konzentrieren können. Dazu führte er verschiedene Tests durch, mit denen es in Zukunft gelingen kann, eine Aussage darüber zu treffen, wie lange es Kindern oder Erwachsenen möglich ist, konzentriert an einer Sache zu arbeiten. Die Jury würdigte sein Projekt mit einem dem Preis eines Kosmos Experimentierkastens.

Bei ihrem Projekt „Kuschlig warm im Iglu? Isolationsvermögen und Wärmeleitung von Eis“ beschäftigten sich Jule Portscher und Jule Tomas aus der Klasse 8b mit der Frage, warum die Inuit für den Bau ihrer Häuser Eis anstatt Holz wählen. Um diese Frage zu beantworten, bauten sie verschiedene Iglus aus Eis, Holz und Alufolie und führten zahlreiche Messungen zum Isolationsvermögen durch. Die Physik-Jury würdigte die Arbeit mit einem 2. Preis sowie einem Sonderpreis von Breuninger. 

In der Kategorie Jugend forscht nahm ich, Florian Stupp aus der J2, mit zwei Projekten teil. Im Fachbereich Technik entwickelte ich mein letztjähriges Projekt „Monitoring von Kältekreisläufen im Feld“, das in Zusammenarbeit mit BITZER Kühlmaschinenbau GmbH entstanden ist, weiter und ergänzte unter anderem Sensoren und ermöglichte eine Internetanbindung des Systems. Die Jury würdigte die Weiterentwicklung des Projektes mit einem 2. Preis.

In meinem zweiten Projekt im Fachbereich der Physik beschäftigte ich mich mit der Entwicklung eines physikalisch-chemischen Verfahrens zur Filterung von Mikroplastik. Dabei wird mittels verschiedener Gase Mikroplastik zuverlässig aus Wasser gefiltert. Es ist ein System, das für unsere aktuelle Mikroplastikproblematik eine gute und dennoch einfache Lösung bietet. Die Physik-Jury war von dem Projekt überzeugt und bewertete es mit dem Regionalsieg. Zudem erhielt ich den Sonderpreis des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Außerdem wurde das OHG für die zahlreiche Beteiligung bei Jugend forscht mit einem mit 250€ dotierten Schulpreis ausgezeichnet.

Insgesamt waren die beiden Wettbewerbstage zwei interessante Tage, an denen man viel gelernt hat und großartige Erfahrungen sammeln konnte. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die eigenen Projekte der Jury vorzustellen. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle unseren Projektbetreuern Herr Hasler und Herr Rauser, die die Teilnahme ermöglicht und die Projekte unterstützt haben. Außerdem gilt ein großer Dank dem Jugendforschungszentrum Böblingen-Sindelfingen, die unter anderem das Projekt von Fabian mit großem Sachverstand unterstützt haben. Herr Hasler übernimmt dabei ab nächstem Jahr eine besondere Aufgabe für Jugend forscht, da er Wettbewerbsleiter des Regionalwettbewerbs Mittlerer Neckar wird.

Der Film der Wettbewerbsfeier ist unter folgendem Link zu finden:https://www.youtube.com/watch?v=GfFFzw6Rapk

Florian Stupp (J1)

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