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… des Chemieunterrichts bei Frau Escarpa (Episode 2)

Impulsartige Explosionen, schäumende Lösungen in Erlenmeyerkolben, Experimente mit giftigen Chemikalien –  die meisten Assoziationen mit dem Fach Chemie basieren auf spektakulären Experimenten und eindrucksvollen Versuchen. Dabei ist die Chemie überall in unserem Alltag zu finden und spielt sich nicht nur in Reagenzgläsern im Labor ab. Ob im Bad, in der Küche oder im Garten – als Waschmittel, Medikament, Zusatzstoff in Lebensmitteln oder Düngemittel – chemische Produkte begleiten uns auf Schritt und Tritt. Insbesondere diese alltägliche Relevanz und ständige Präsenz des Fachgebiets der Chemie begeistern auch Frau Escarpa.

Bereits seit 2009 unterrichtet sie am OHG Chemie und Physik mit großer Leidenschaft. „Überall im Alltag begegnet uns die Chemie. Natürlich macht mir das Experimentelle großen Spaß – doch auch die theoretischen Hintergründe hinter den uns so alltäglich erscheinenden chemischen Vorgängen haben mich schon immer fasziniert“, berichtet sie begeistert. „Wenn wir allein den Atomaufbau begreifen, können wir überall beeindruckende Zusammenhänge entdecken. Das Verständnis für solche grundlegenden Prinzipien ermöglicht uns, unheimlich viel daraus ableiten und schlussfolgern zu können“.

Experimente im Chemieunterricht – ein Spiel mit dem Feuer?

Dennoch darf auch das Experimentieren im Chemie-Unterricht nicht zu kurz kommen. Dass sich dabei auch mal das ein oder andere Missgeschick ereignet, ist tatsächlich leider nicht zu vermeiden. Zu größeren Unfällen oder Unglücken ist es jedoch noch nie gekommen. „Ich würde sagen, dass mir noch nie etwas passiert ist, das ich nicht mehr im Griff gehabt habe“, betont Frau Escarpa. Die große Explosion ist im Chemie-Unterricht also (un)glücklicherweise nicht zu erwarten. Ganz reibungslos verlaufen die Versuche dann aber doch nicht immer. „Einmal hatte ich eine Watte mit Benzin getränkt, die wie gewünscht brannte. Jedoch ließ sie sich anschließend nicht ersticken. Zunächst dachte ich daran, sie mit Wasser zu löschen. Dass dies nicht funktionieren kann, habe ich in diesem Moment nicht bedacht. Also brannte sie fröhlich an der Tiegelzange. Natürlich ist hier nichts Schlimmeres passiert – die Belustigung in der Klasse war dennoch groß!“ Doch der einzige wahre Fehler ist jener, aus dem wir nichts lernen! Diese Weisheit von Henry Ford verfolgt auch Frau Escarpa. Seitdem eine Schülerin einmal die konzentrierte Salzsäure fallen ließ, achtet sie penibel darauf, dass Schüler*innen sich am Lehrerpult die entsprechenden Chemikalien abfüllen und nur noch mit kleinen Dosierungen experimentieren. Abgesehen davon, dass von kleineren Mengen auch stets ein geringeres Gefahrenpotential ausgeht, reduziert Sie auf diese Weise zugleich auch die Abfallmengen. Dadurch leistet sie nicht nur einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz, sondern schont zugleich das Schulbudget. Denn nicht nur die Chemikalien sind teuer - auch deren Entsorgung kostet viel Geld. Schließlich schafft es Frau Escarpa, auf einen nahezu unfallfreien Chemie-Unterricht zurückzublicken. „Man liest es ja immer wieder: Experimente mit Brom und die Schule musste evakuiert werden. So etwas ist mir glücklicherweise nie passiert“. Der Schlüssel für diesen Erfolg ist sicherlich die gut geplante und durchdachte Unterrichtskonzeption. „Ich beachte genau, welche Gefahren welche Stoffe bergen. Die Risiken der von mir in den Unterricht integrierten Versuche kann ich sehr gut abschätzen. Daher weiß ich genau, was auf mich zukommt, und habe eigentlich immer alles im Griff. Natürlich kann es einmal zu einer kleinen Verpuffung kommen – doch das liegt immer in einem handhabbaren Bereich“.

Eine Leidenschaft wächst heran…

Schließlich bleibt das Experimentieren ein zentraler Bestandteil des Chemie-Unterrichts. Insbesondere die zahlreichen Experimente in der Klassenstufe Acht machen Frau Escarpa zurzeit besonders große Freude. Die hier noch neugierigen und begeisterten Chemie-Frischlinge verfolgen immer mit großem Eifer die umfangreichen Experimente und sind mit Begeisterung dabei, wenn sie selbst einmal erste Reagenzien mischen dürfen. Überraschenderweise war Frau Escarpa in ihrer eigenen Schulzeit am Schulfach Chemie zunächst kaum interessiert. „In der Mittelstufe hatte ich einen alten Chemielehrer, bei dem ich fast nichts verstanden habe. Entsprechend habe ich mich auch nicht für das Fach begeistern können“, offenbart sie. Die Freude an der Chemie sei tatsächlich erst relativ spät in der Schule gekommen. Erst im Leistungskurs in der Oberstufe habe sich ihre Begeisterung für die Chemie entwickelt, gesteht sie. Als nach der Schule die Frage nach der Studienwahl vor der Tür stand, folgte für Frau Escarpa auf Grund der im Rahmen des Leistungskurses entwickelten Leidenschaft für die Naturwissenschaften zunächst ein Chemie Studium an der Technischen Universität in Berlin – den Beruf des Lehrers hatte sie zunächst nicht vor Augen. Während ihrer Zeit an der Universität sammelte sie jedoch bereits viel Erfahrung im Unterrichten. Erst als die Entscheidung bevorstand, ob sie zukünftig den Weg der Unikarriere weiterverfolgen würde, entschied sie sich schlussendlich dafür, als Lehrerin an eine Schule zu wechseln, da ihr insbesondere das Lehren stets die größte Freude bereitet hat. Dieser Fokus auf die zwischenmenschliche Interaktion und der persönliche Zugang bei der Lehre ist ihr heute noch wichtig: „Noch entscheidender als die fachliche Komponente und die Freude an den Experimenten ist es, als Lehrer gerne von jungen Leute umgeben zu sein und ihnen etwas mitgeben zu wollen“. Wer sich dazu entscheidet, als Lehrer tätig zu sein, solle daher vor allem kommunikativ sein und individuell auf Schüler eingehen können. Für Frau Escarpa ist es vor allem die Interaktion mit den Schülern und der persönliche Kontakt zu ihnen, der ihr bis heute an diesem Beruf Freude bereitet. Aus diesem Grund hat sie sich damals auch bewusst für das OHG entschieden, als sie nach dem Referendariat ihre erste Lehrstelle antrat. „Das OHG ist eine vergleichsweise kleine Schule gewesen, bei der der persönliche Kontakt zu allen Schülern möglich war“. So kommt es, dass sie heute glücklich berichten kann, fast alle Schüler ab Klassenstufe Acht zu kennen. 

Vormittags recht und nachmittags frei haben?

Die vielen Ferien hingegen sollte man nicht voreilig als Anreiz für den Beruf des Lehrers sehen, macht Frau Escarpa deutlich. „Natürlich darf man hinsichtlich der Attraktivität des Lehrerberufs den Aspekt der langen Ferien nicht außer Acht lassen“, stellt sie klar. „Man darf jedoch nie vergessen, dass für den Lehrer Ferien nicht mit Urlaub gleichzusetzen sind!“ Stattdessen seien Klausur-Korrekturen und Unterrichtsvorbereitungen in dieser Zeit zu erledigen, da während der normalen Schulzeit die vielen Verpflichtungen und Aufgaben nicht unter einen Hut zu bringen seien. Auch während der Schulzeit bestehe die Arbeit des Lehrers nicht nur aus dem eigentlichen Unterricht am Vormittag. „Der größte Mythos über den Beruf des Lehrers ist das populäre Vorurteil, der Lehrer gehe nachmittags nach Hause und habe frei. Stattdessen ist dieser Beruf sowohl während der Schulzeit als auch in den Ferien sehr arbeitsintensiv“, berichtet die Chemielehrerin aus eigener Erfahrung. Der tatsächliche Arbeitsaufwand hänge schlussendlich von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zähle die Größe der Klasse, aber auch die Tatsache, wie oft man ein Fach oder eine bestimmte Unterrichtseinheit bereits unterrichtet habe. In diesem Jahr unterrichtet Frau Escarpa zum ersten Mal seit über 10 Jahren wieder Physik und investiert daher teilweise „für die Konzeption einer Unterrichtseinheit und die Erstellung von zwei Arbeitsblättern auch mal einen ganzen Tag“. Ebenso ist auch der Chemieunterricht in einem ständigen Wandel, da neue Richtlinien und Regulieren häufig eine entsprechende Adaptierung der Unterrichtsgestaltung verlangen. Daher ist es kaum überraschend, dass der meiste Unterricht in den Ferien vorbereitet werden muss. So bleibt während der Schulzeit „nur noch Zeit für Fine-Tuning“. Durch eine blockweise Unterrichtsvorbereitung ist es Frau Escarpa zudem möglich, den Unterricht zielgerichteter und vorausschauender sowie zeiteffizienter für ein bestimmtes Themengebiet zu planen. „Meine Arbeitswoche beträgt sonst mehr als 40h. Daher investiere ich häufig mehrere Wochen von den Ferien in die Unterrichtsvorbereitung und Nachbereitung“, berichtet sie.

Außergewöhnliche Umstände erfordern neue Lösungsmaßnahmen

Die Digitalisierung zieht ebenso nicht spurlos am Chemieunterricht vorüber. Nicht zuletzt bringt die aktuelle Corona-Pandemie neue Anforderungen an die Unterrichtsgestaltung mit sich und verlangt einen hohen Arbeitsaufwand, viel Eigeninitiative und ein hohes Maß an Engagement. „Momentan habe ich durch die Homeschooling-Phasen und die hybride Unterrichtsgestaltung mit einem extrem hohen Arbeitspensum zu kämpfen“, gesteht Frau Escarpa ehrlich. „Die von Zuhause aus lernenden Schüler müssen zusätzlich online bedient und auf dem Laufenden gehalten werden, während der Präsenzunterricht parallel im gewohnten Umfang abläuft. Das ist auf jeden Fall eine hohe Belastung.“ Dennoch setzt sie alles daran, ihren Schülern auch online ein möglichst umfassendes Lernprogramm anbieten zu können, das andere Schüler auch ergänzend zu Rate ziehen können. „In die Konzeption meiner moodle-Kurse habe ich mich wirklich stark hineingekniet. Durch zusätzliche ‚learning apps‘ und interaktive Trainingsangebote hoffe ich, die Schüler bestmöglich unterstützen zu können.“ Dafür nimmt sie auch ein arbeitsintensives und durchgeplantes Wochenende in Kauf.

Der ganz alltägliche Wahnsinn…

Dafür dann eine entspanntere Arbeitswoche inklusive Pausen zwischen den Unterrichtsstunden? Für Frau Escarpa Fehlanzeige! Die großen Pausen zwischen den Unterrichtsstunden sind durchgetaktet. Die Materialen der letzten Unterrichtsstunde wegpacken, den Raum aufräumen, einen Wagen mit den benötigten Chemikalien aufräumen – anschließend einen neuen Wagen mit entsprechenden Chemikalien für die bevorstehende Schulstunde aus der Sammlung holen, Versuche aufbauen und Materialien zusammensuchen. Das alles in nur 15 min erledigen zu müssen, kann des Öfteren auch für viel Stress sorgen. Damit dieser fliegende Wechsel überhaupt möglich ist, muss sie meistens mindestens eine Stunde vor der ersten Unterrichtsstunde bereits an der Schule sein. Hier sucht sie bereits die für diesen Tag benötigten Chemikalien zusammen, legt die erforderlichen Materialien bereit und richtet die Wagen, sodass sie im Laufe des Tages alle für den bevorstehenden Unterricht erforderlichen Utensilien schneller findet. In der kleinen Chemie-Fachschaft am OHG, die sich in diesem Schuljahr aus Frau Escarpa und Herrn Zenger zusammensetzt, übernimmt Frau Escarpa zudem die Verantwortung für die Sammlung. Sie regelt die Anschaffung und die Verwaltung von neuem Labormaterial, setzt Lösungen an und füllt leere Flaschen auf. Eine vernünftige Ausstattung und eine strukturierte Organisation der Sammlung ist für sie als Lehrer in einer Naturwissenschaft von besonderer Bedeutung.  

Alleine ist man stark, gemeinsam unschlagbar

Aufgrund dieses Alltagsstresses ist die Unterstützung und Kooperation innerhalb der Fachschaft umso wichtiger. Glücklich berichtet Frau Escarpa daher von dem engen Austausch innerhalb der Chemie-Fachschaft, der sich auch die letzten Jahre schon bewährt hat: „Wir kooperieren hier wirklich gut miteinander und haben einen wirklich sehr konstruktiven Austausch. Das ist für alle sehr gewinnbringend.“ Mittlerweile sei die Chemie-Fachschaft nicht nur im Schulalltag ein eingeschworenes Grüppchen. Auch hinter den Kulissen verstehe man sich gut. Frau Escarpa verrät, wie sich die Chemie-Fachschaft insbesondere während der Schulschließung aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach „auch einfach mal zum Quatschen per Video Konferenz“ getroffen habe. Denn gerade in dieser Zeit habe sie den persönlichen Kontakt zu Kollegen sehr vermisst.

Der Blick in die Glaskugel - was wird uns die Zukunft wohl bringen?

Doch nicht nur die Corona-Pandemie beeinflusst den Arbeitsalltag von Frau Escarpa. Sie sieht generell den Beruf des Lehrers in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einschneidenden Veränderungen ausgesetzt. Die fortschreitende Digitalisierung hat durch die Corona-Pandemie einen besonderen Entwicklungsschub erhalten. Frau Escarpa vermutet, dass sie jedoch ohnehin in Zukunft eine der zentralen Einflüsse auf den Lehrerberuf sein wird. „Ich glaube, dass es auch nicht mehr allzu lange dauern wird, bis alle Schüler*innen nur noch mit Tablets herumlaufen. In der Oberstufe ist dieser Trend bereits sehr stark ausgeprägt. Ich denke, dass in den nächsten Jahren diese Tendenz auch immer weiter in die Unterstufe wachsen wird“. Darüber hinaus bemerkt sie die zunehmende „Heterogenität der Schülerschaft“, die in Zukunft sich stetig wandelnde Anforderungen an der Lehrer mit sich bringen wird. Vor allem die notwendige Differenzierung wird ihrer Vermutung nach in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen.

Für ihre persönliche Zukunft hat Frau Escarpa auch bereits Pläne. Sie selbst möchte in den nächsten Jahren viel reisen und noch mehr von der Welt sehen. Doch wo auch immer es sie „hin verschlagen“ wird – mit Sicherheit wird ihr die Chemie auf Schritt und Tritt folgen. Entkommen kann man vor der alltäglichen Präsenz der Chemie schließlich nicht – und das fasziniert Frau Escarpa schließlich bis heute an dieser Wissenschaft.

Miriam Stribick (J2) und Simone Wölfle (J2)

 

…des Berufsfeldes der Lehrer*innen am OHG  (Episode 1)

„Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei“ – solche Mythen und vergleichbare Sprüche spuken durch manche Schülerköpfe beim Gedanken an den Beruf des Lehrers. Der Grund für solche Vorurteile ist häufig die Unwissenheit der Schülerschaft über das Engagement, die Mühe und die Anstrengung, die von vielen Lehrer*innen im Hintergrund geleistet wird. Schließlich findet ein Großteil der Tätigkeiten hinter verschlossenen Türen statt. Dass der Beruf des Lehrers aber mehr als vormittags Frontalunterricht und Freizeit am Nachmittag beinhaltet, soll die in diesem Jahr neu ins Leben gerufene Reportage-Serie „Ein Blick hinter die Kulissen“ aufzeigen. Dadurch haben wir als Schülerschaft die Gelegenheit, von den Erfahrungen unserer Lehrer*innen zu hören, ihren Arbeitsalltag kennenzulernen und einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Im kommenden Jahr werden wir als Presse-AG dafür mit den Lehrer*innen des OHGs diesbezüglich ins Gespräch kommen.  In die vielfältigen Tätigkeiten rund um die Unterrichtsvorbereitungen, die darauffolgenden Durchführungen und anschließenden Nachbereitungen erhalten wir im Rahmen dieser Serie einen Einblick. Dabei bekommen wir nicht nur einen möglichst breiten Eindruck über die Tätigkeiten und Arbeitsabläufe in verschiedenen Fachschaften, sondern erfahren auch grundlegende Hintergründe über den Beruf des Lehrers, sodass wir hoffentlich einige Vorurteile entkräften und Mythen berichtigen können. Welche Fähigkeiten muss ein Lehrer mitbringen, um Schüler für ein Fach motivieren zu können? Was begeistert die Lehrer*innen des OHGs am Unterrichten? Warum haben sie sich für ihre Fächerkombination entschieden? Wie viel Freizeit haben Lehrer? – Auf alle diese und viele weitere Fragen sollen die nächsten Beiträge dieser Serie eine Antwort liefern. Garantiert werden aber auch unterhaltsame Anekdoten, lustige Geschichten und spannende Erlebnisse der Lehrer aus ihrer Zeit am OHG nicht zu kurz kommen.  

Bald ist es schon so weit: In wenigen Tagen kann bereits ein erster Blick hinter die Kulissen geworfen werden! Die bereits abgeschlossene erste Reportage verspricht einen abwechslungsreichen Einblick in die vielfältigen Herausforderungen in diesem Beruf. Dieser Beitrag nimmt uns mit in den Arbeitsalltag einer Lehrerin, die hinter den Kulissen täglich neue Herausforderungen bewältigen muss. Daneben kann sie mit uns bereits auf einige unterhaltsame Anekdoten aus ihrer langjährigen Berufserfahrung am OHG zurückblicken.

Im Gespräch offenbart sie uns, dass es in ihrer Fachschaft nicht so explosiv zugeht, wie es Außenstehende vielfach meistens vermuten – Doch welche Missgeschicke der Lehrerin dennoch bereits passiert sind und ob es dabei schon einmal gefährlich wurde, werden wir in wenigen Tagen veröffentlichen.

Simone Wölfle, J2