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Deutsch

Willkommen bei der Fachschaft Deutsch

 

Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache,
wir haben sie, um zu sprechen.

Theodor Fontane

 

Einblicke

Außer vielfältigen Unterrichtsprojekten (z.B. Zeitungsprojekt, das Schreiben und Aufführen von Minidramen) wird der reguläre Fachunterricht durch den Besuch von Autorenlesungen, Theater- und Ausstellungsbesuchen, die Teilnahme an Wettbewerben (z.B. Vorlesewettbewerb) und andere Projekte ergänzt. 

In einem zweistündigen Literaturkurs besteht für Schüler und Schülerinnen der Oberstufe die Möglichkeit, sich intensiver mit Literatur zu beschäftigen, Literatur mit allen Sinnen zu erleben und sich im kreativen Schreiben zu üben. 
Darüber hinaus bietet das OHG Arbeitsgemeinschaften an, die mit dem Fach Deutsch eng in Verbindung stehen. So sind die Bibliotheks-AG, der Presseclub und die Theater-AGs außerunterrichtliche Bereiche, in denen die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit haben, sich mit Sprache bzw. Literatur aktiv auseinanderzusetzen – mithin lernen können, ihre Sprache „zu sprechen“.

 

Vorlesewettbewerb 2016

Am 14. Dezember 2016 fand im Raum 101 der Vorlesewettbewerb der Klassenstufe 6 statt. Alisa Dieterich (6a), Valentin Lutz (6b), Timo Häusel (6c) und Romy Kurz (6d) lasen zunächst ihre Wahltexte vor. Bei diesen handelte es sich um ausgewählte Ausschnitte aus Büchern der Schülerinnen und Schüler. Romy Kurz begann mit dem Buch „Wings of Fire“. Danach kam Alisa Dieterich mit dem Buch „Plötzlich It-girl“. Als Nächstes las Timo Häusel aus dem Buch „Der Wald der Abenteuer“ vor. Zum Schluss wurde von Valentin Lutz ein Ausschnitt aus dem Buch „Herr der Diebe“ vorgelesen. Nach den Wahltexten begann, in derselben Reihenfolge, die Runde, bei der jeder einen Fremdtext lesen musste, die Fabel „Die Stadtmaus und die Feldmaus“. Dafür mussten jeweils die anderen Leser vor dem Raum warten, da sie sich sonst hätten vorbereiten können. Anschließend folgte eine ca. 10-minütige Pause, in der sich die Juroren zurückzogen.

Zum Abschluss wurden die Sieger bekanntgegeben. Auf dem 3. Platz landeten gemeinsam Valentin und Romy, den 2. Platz besetzte Tim und den 1. Platz gewann Alisa. Somit kam die Schülerin aus der Klasse 6a zum Sieg und wird jetzt beim Kreisentscheid Böblingen Süd am 8. Februar 2017 in der Stadtbibliothek „Im Höfle“ erwartet.

Annika Brauchler, Harshana Gnanapandithan, 6a

 

Am 23. Juni 2016 fand in Stuttgart die Preisverleihungen für den Kurzgeschichtenwettbewerb „Zeichen setzen“ statt. Carolin Volz war mit zwei Geschichten zum Thema „Pfefferminzgefühl“ unter den besten zehn der insgesamt 230 Kurzgeschichten nominiert. Anschließend fand eine Autorenlesung der Autorin Marah Woolf statt, die aus ihrem Buch „Federleicht – wie fallender Schnee“ vorlas. Wir gratulieren Carolin Volz herzlich und wünschen viel Erfolg für weitere Wettbewerbe.

Mariet Härle, Jule Weber, 10 c, Presse-AG

Minzwinde

Nacht, schlaflos, taub für jegliches Gefühl von Raum und Zeit. Nächte ängstigen mich. Wenn die schwarzen, rauchigen Schwaden der Träume ihre Finger nach mir ausstrecken, so bin ich machtlos, schutzlos den Erinnerungen und Bildern ausgesetzt.

Sie sind es, die mich verfolgen, mir am Tag die Luft zum Atmen nehmen und deren schmierige Klauen nach den letzten, erbittert kämpfenden Funken Lebensmut in mir lechzen. Vor allem aber, will ich nicht von Zuhause träumen. Von dem Zuhause, das mir so fremd geworden ist, das mir kein Zuhaue mehr ist. Obwohl sich alles in mir gegen die Bilder wehrt, überkommen sie mich.

Strahlend voll Farbe und trügerischem Frohsinn erscheint die Erinnerung vor meinen Augen. Ich erkenne die Bilder sofort. Es ist Sommer, die glühende Sonne hat den rostroten Boden mit Rissen durchzogen und der Wind treibt vereinzelte Sandkörner umher.Boten und Besucher eines weit entfernten Landes. Mit den Sandkörnern fliegt der Geruch der nahen Pfefferminzfelder. Minzwinde, so nannten wir den Duft dieser verheißungsvollen Tage.

Es war die Zeit der Ernte und des großen Festes. Die Zeit , in der wir alle glücklich gewesen waren. Die Zeit, in der alles Geschehene noch unmöglich schien. Doch es kam mit den nächsten Winden. Das Böse flutete unser Zuhause und die Luft wurde von Blutdunst geschwängert. So viele fielen dem mordlüsternen Glauben der Ungläubigen zum Opfer. So viele unschuldige Seelen, die gen Himmel aufstiegen.

Und als meiner Mutter Seele ihren Körper verließ und davon schwebte, so waren ihre letzten Worte zu mir: „Flieg weg mein Schatz, flieg hinfort in eine bessere Zukunft.“ Und ich begab mich auf den Weg, glitt durch die Luft, wie die verlorenen Sandkörner in den Minzwinden. Als Abkömmlinge eines fremden Ortes landeten wir in einem neuen Land, wo wir fremd waren , wo wir uns nicht zugehörig fühlten.

Ich erwache.In meiner Nase kitzelt noch der Duft der Pfefferminze. Die Erinnerung an eine Zeit, in der alles noch gut gewesen war. Doch zugleich auch ein Wunsch, ein Versprechen, das alles wieder gut werden wird, dass ich irgendwann einmal kein Sandkorn, getrieben vom Winde mehr, sondern ein fester Stein sein werde. Und ich ein Zuhause habe, welches mir ein Zuhause ist.

Carolin Volz


 

Amelie und Lisa Hagenlocher erfolgreich beim Lyrik-Preis 2015

Amelie Hagenlocher, 6a, und Lisa Hagenlocher, 9a, haben die Plätze 3 und 4 beim Jugend-Lyrik-Preis der Stadt Stuttgart 2015 gewonnen. Am 16. Juni durften beide Ihre Texte im Stuttgarter Rathaus im Rahmen der feierlichen Preisverleihung vor Publikum, der Jury und der Lyrikerin & Preisstifterin Rosemarie Steinriede vortragen. Mit dem Jugend-Lyrik-Preis werden junge Autorinnen und Autoren, meist Schüler, ausgezeichnet. Er wird jährlich mit Unterstützung des Kulturamts ausgeschrieben.

 

Amelie

 

 

 

 

 

 

 

Amelie Hagenlocher

 

 


Selbstzweifel

Sie kommen leider immer dann,
wenn ich sie nicht brauchen kann.
Zuerst fühl ich mich richtig toll,
doch dann bin ich mit ihnen voll.

Dann reg ich mich auf und hab keinen Lauf.
Es wird alles schwer und ich trau mich nicht mehr.
"Was wollt ihr von mir, bin ich die Einzige hier?
Habt Ihr nicht noch was anderes vor? Ich öffne euch auch das nächste Tor!"

Doch sie sagen: "Nein! Wir sind ein Teil von Dir!
Deshalb bleiben wir einfach gerne hier!"
"Okay, doch verhaltet euch fair,

denn das ist doch auch schon ohne euch schwer!"

"Wir sind, wie wir sind, doch versuchen zu ruh'n.
Den Rest musst du schon alleine tun."
Wenn meine Zweifel an mich glauben,
was soll mir dann den Erfolg noch rauben?

"Ja, ich glaube so könnt' ich es meistern,
mit euch lästigen Plagegeistern."
So werden sie zu meiner Stärke,
ich mach mich mit Ihnen an meine Werke.
Amelie Hagenlocher

 

Bleistiftsoldaten

Wenn Bleistiftsoldaten die Freiheit verraten,
sich nicht mehr vertragen und nichts mehr wagen,
dann muss ich mich fragen,
welche Werte sie tragen.

Mit spitzem Bleistift Demokratie anmahnen
und damit den Werten die Freiheit bahnen.
Das war mal das Ziel, doch kostet es viel,
denn dieses hohe Gut erfordert viel Mut.

Wir dachten, es wäre für immer erreicht.
Freiheit. Vogelfrei.
Wo stehen wir zur Zeit?

Wir stehen mal wieder am Scheideweg.
Wohin Feigheit führt haben die Alten erlebt.

Jetzt nichts mehr zu sagen, sich nichts mehr zu wagen,
heißt Freiheit verschenken und würde Charlie kränken.

Also spitzt euren Bleistift, hört nicht auf zu schreiben!
Denn Meinungsfreiheit sollte für immer bleiben.
Lisa Hagenlocher

 

Lisapng

 

 

 

 

 

 

 Lisa Hagenlocher und Steinriede

   

Lyrikabend

Lyrikabend Am Abend des 19. März 2014 startete um 18.30 Uhr der Lyrikabend der Klassen 8a und 8b. Familienmitglieder, Freunde und Lehrer füllten den Aufenthaltsraum völlig aus und warteten gespannt auf das lyrische Programm rund zum Thema „Freiheit" der Schüler. Mit einer Ansprache von Frau Stetter und Frau Gonzalez, den Moderatorinnen und Initiatorinnen der Veranstaltung, wurde der Abend eröffnet. Als ersten Programmpunkt bekam das Publikum ein Gedicht mit szenischem Spiel vorgetragen, welches die Frage aufwarf: „Was ist Freiheit eigentlich?" Die folgenden Beiträge sollten diese Frage beantworten. Sowohl klassische Gedichtvorträge, als auch vertonte oder durch Bilder unterstützte Texte erzählten von persönlicher Freiheit, Freiheit an Orten und im Reisen, Gedankenfreiheit, Freiheit in Bewegung und Freiheit im Glauben. Außerdem hatten ein paar Schüler einen kleinen Spielfilm zum Thema „Freiheit mit Freunden“ und der Suche nach Freiheit im Streit gedreht. Die im Anschluss angehängten Outtakes sorgten für einige Lacher. Zwei Schüler hatten sogar ein Lied über die Freiheit komponiert, welches die ganze Klasse 8a vortrug. Auch das Publikum war zum Mitsingen eingeladen. Darauf folgten weitere Gedichtvorträge verschiedenster Art zum Thema „Freiheit in Natur", zum Beispiel eine weitere Vertonung, sowie ein im Wechsel vorgetragenes Gedicht. Dann war es Zeit für eine Pause. Nach zwanzig Minuten, in denen man sich am Buffet hatte bedienen können, ging es weiter mit dem Thema „politische Freiheit". Ein Film zeigte Interviews mit Schülern und Lehrern mit Fragen zu der persönlichen Freiheit und dem Befinden nach dem NSI-Skandal. Außerdem gab es einen lustigen Sketch und ein „Draw my life" über Edward Snowden. Weiter ging es mit einem szenischen Spiel mit lyrischem Text zur politischen Situation in Sotschi aus der Sicht eines Polizisten und eines Gefangenen. Ein weiteres szenisches Spiel mit Gedichten stellte die Freiheit vor und nach dem Mauerfall dar und auch ein lyrisch vertonter Comic berichtete über das Thema „Mauerfall". Um die Freiheit in Deutschland heute ging es bei einer lyrischen Debatte zweier Schüler, in der die Punkte Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Demokratie aufgegriffen wurden. Auch eine andere Gruppe hatte sich mit der Freiheit in Deutschland befasst und Interviews mit Asylbewerbern geführt. Diese präsentierten sie in einem Kurzfilm, verpackt in eine Nachrichtensendung. Als vorletzten Programmpunkt bekam das begeistert im Takt klatschende Publikum einen Rap zweier Schüler über Freiheit im Allgemeinen zu hören. Zu guter Letzt wurde die Frage „Was ist Freiheit eigentlich?" in Bezug auf die einzelnen Programmpunkte in einem weiteren Gedicht, das durch Standbilder der Schüler unterstützt wurde, beantwortet. Schließlich quetschten sich die rund 60 Schüler beider Klassen zusammen auf die Bühne, um sich zu verbeugen und ihren Applaus zu empfangen. Das Schlusswort übernahmen wieder Frau Gonzalez und Frau Stetter, nebenbei bemerkt die Deutschlehrerinnen der beiden Klassen. Dass diese einige Stunden für Vorbereitung, Gedichte schreiben und Proben geopfert hatten, hatte sich eindeutig gelohnt.
Anne Neumüller, 8b
  
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

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